Zusätzliches Betreuungsangebot der Gemeinde Bergheim

Nachmittagsbetreuung von Schulkindern im Waldkindergarten Bergheim

Montags von 15.00 - 18.00 Uhr (im Winter 14.30 – 17.30 Uhr)
Betreuer: Daniel Gegenfurtner

Bei dieser Form der Nachmittagsbetreuung geht es, anders als in einem Hort, nicht um eine Hausaufgabenbetreuung. Vielmehr geht es darum, den Kindern zu zeigen, wie der Wald einem helfen kann mit der heutigen schnelllebigen Zeit zurechtzukommen, Spannungen und Agressionen abzubauen und so einen Ausgleich zu schaffen, zur Ruhe zu kommen. Das Ausleben des kindlichen Bewegungsdrangs in einer natürlichen Umgebung tut dazu sein Übriges.
Es werden Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt, die den Kindern die eigenen Stärken, aber auch Schwächen aufzeigen. Durch das Kennenlernen dieser persönlichen Grenzen, die der Wald selbst unter anderem vorgibt, lernen die Kinder sich selbst einzuschätzen, was wiederum der Persönlichkeitsentwicklung zuträglich ist.

Einen großen Teil dieser Fähigkeiten kann man unter der Überschrift "(Über)leben im Wald" zusammenfassen. Als Beispiele wären zu nennen:

  • Feuermachen ohne Feuerzeug
  • wie schlafe ich ohne Schlafsack im Wald 
  • Tier- und Pflanzenwissen
  • Orientierung im Gelände
  • Umgang mit natürlichen Gefahren
  • Schnüre aus Naturmaterial herstellen
  • Schärfen der Sinne, der Wahrnehmung
  • Herstellen von Behältnissen

Doch diese Fähigkeiten setzen Kompetenzen im handwerklichen Bereich voraus. Durch das Ausbilden der handwerklichen Fertigkeiten wird zunächst das praktische Denken gefördert und entwickelt, was für ein (über)leben im Wald unabdingbar ist.
Um das zu erreichen lernen die Kinder unter Aufsicht zum Beispiel den Umgang mit:

  • der Säge
  • dem Schnitzmesser
  • dem Hammer
  • dem Stemmeisen
  • der Dechsel

Bei Experimenten mit den Materialien des Waldes fließen auch physikalische Grundkompetenzen mit ein, die den Kindern anschaulich die Naturgesetze vor Augen führen. Eine Möglichkeit dazu bietet der Bau einer Kugelbahn aus Rindenstücken, die die Kinder dazu auffordert nach Materialien zu suchen, die sich zum Hinabrollen eignen. Dadurch wiederum wird der Blick geschult, die Sinne geschärft.

Grundlegend für die vorgenannten Fähigkeiten und Fertigkeiten jedoch ist der Respekt vor allem Lebendigen. Denn wenn ich lerne verantwortungsvoll und bewusst mit der Natur, der Umwelt aber auch mit mir selbst umzugehen, dann gehe ich auch verantwortungsbewusst mit meinen Mitmenschen um, die ja Teil meiner Umwelt sind. Somit wird die soziale Kompetenz jedes Einzelnen im gemeinsamen Entdecken des Waldes gefördert.

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